Premiere für The Sweet 60s

Pfarrkirche St. Johann in Asch. – Zum ersten Mal traten The Sweet 60s mit ihrem neuen Chorleiter Michael Armann bei einem großen Konzert auf. Es war aber keinerlei Nervosität zu bemerken, im Gegenteil! Dirigent und Chor schienen sich bestens zu verstehen. Humorvoll und locker stellte der Münchner Chorleiter und Pianist Michael Armann „seinen“ neuen Chor vor, bei dem, wie der Name andeutet, nur Sänger(innen) mit einem Mindestalter (!) von 60 Jahren mitmachen dürfen. Wer aber angenommen hatte, einen behäbigen Pensionistenchor vorzufinden, der sollte sich gewaltig täuschen! Welche Freude, welches Temperament, welche Stimmkraft!

Eingeleitet von einem sachkundigen Moderationsteam erklang ein bunter Reigen von Liedern und Songs, Gospels und Spirituals, Bekanntes und Unbekanntes konnten die Zuhörer in der voll besetzten Kirche hören und erleben.

Eindrucksvoll, überzeugend der Song I have a Dream, der an den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King erinnert, herrlich schräg der Spiritual Lord I know, I´ve been changed, andachtsvoll, berührend Oh Freedom, innig und zart das Lieblingslied des Chores: The Rose. Natürlich durfte das bekannte Hallelujah von Leonard Cohen nicht fehlen, und als dann die alten Songs wie Every Praise, He´s got the whole World in his Hand und When the Saints go marching in erschallten, hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie sprangen auf und klatschten und sangen mit, da kam echtes Gospelfeeling auf, wie es die Fans so lieben. Als Sänger und Dirigent längst schon ihre Plätze vor dem Altar verlassen hatten, standen die Zuhörer immer noch in der Kirche und sangen den alten Gospelruf Amen, Amen: Begeisterung pur!

Helmut Glatz

Fotos: Karin Heiß, Peter Hinze, Heinz Wodtke 

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